Wohlau
In
Wohlau besteht eine zweiklassige Volksschule. Die Gemeindebücherei
hat 345 Bände. Wohlau bildet einen eigenen Pfarrsprengel, der als
Filiale von Sonnenberg verwaltet wird.
Wohlau
ist ein alter Ort. Bereits im Jahre 1384 wird er als Seelsorgestation erwähnt.
Er wird zuerst im Jahre 1352 urkundlich genannt. Auch bestand in Wohlau
ein Dorfgericht, das im Jahre 1577 von Bohuslaw Felix von Lobkowitz bestätigt
wurde. Wohlau gehörte zumeist zur Herrschaft Preßnitz, deren
Geschicke es teilte.
Nach
R. Pintzka.
Zobietitz
Die
Gemeinde Zobietitz besteht aus den Ortschaften Zobietitz und Gaischwitz.
Größe der Katastralgemeinde:
540
ha. - Einwohnerzahl (1939): 209 (hiervon 97 männlich, 112 weiblich.
- Zahl der Häuser: 43 (hiervon entfallen auf Zobietitz 16 Häuser
und auf Gaischwitz 27 Häuser). - Höhenlage: über 700
Meter.
Zobietitz
und Gaischwitz sind nach Sonnenberg eingeschult und eingepfarrt.
Die
Bewohner sind durchwegs in der Landwirtschaft beschäftigt.
Zobietitz
wird im Jahre 1362 zum erstenmal erwähnt, Gaischwitz im Jahre 1183.
Zobietitz wurde im Dreißigjährigen Kriege von den Schweden bis
auf ein Haus eingeäschert (wahrscheinlich 1640). - In Gaischwitz gab
es früher ein Erbgericht, das sich auf Privilegien aus den Jahren
1466, 1577 und 1652 stützen konnte. Die Richter in Gaischwitz hatten
das Recht zu brauen, zu backen, zu schlachten, Gastung zu halten und Bier
auszuschenken. Zobietitz war dem Gaischwitzer Gericht dienstpflichtig.
Franz
Richter.
Zieberle
Zieberle
ist die kleinste Gemeinde des Preßnitzer Landkreises. Größe:
118 Hektar. Einwohnerzahl: 39 (hiervon 21 männlich, 18 weiblich).
18 Häuser. Höhenlage 650 m.
Die
Bewohner beschäftigen sich ausschließlich mit Landwirtschaft.
Zieberle ist ein Runddorf, das größtenteils von Wald umgeben
ist.
Der
Ort gehört zum Pfarrsprengel Sonnenberg und ist auch nach Sonnenberg
eingeschult.
Ueber
die Entstehung des Ortes ist nichts bekannt. Erste Erwähnung 1482.
Ein Bericht aus dem Jahre 1664 erzählt von „Fünf Angesessenen"
in Zieberle.
Franz
R i ch t e r.